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Hochzeitsgeschenke
Für zwei ist es der schönste Tag im Leben, für ihre Verwandten, Freunde und Bekannten ein Anlass, sich Gedanken über das passende Geschenk zu machen: die Hochzeit.
Geld und Blumen sind da stets der einfache Weg, doch zugleich der unkreativste. Der Strauß Rosen mit Glückwunschkarte und Geld droht dabei, in einer Masse seinesgleichen unterzugehen. Ein Präsent, das entweder kaum bis gar nicht beim Hochzeitspaar in Erinnerung bleibt oder aber gar als Pflichtgeschenk. Auch Geschirr, Besteck und Töpfe zählen zu den üblichen Verdächtigen und werden traditionsbedingt häufig gewählt. Gibt es dagegen einen so genannten Hochzeitstisch, erstellt das Brautpaar einige Zeit vor der Trauung und den Festivitäten eine Liste mit Wünschen, die es seitens der Gäste zu erfüllen gilt. In der Regel können Freunde des Hochzeitspaares 50 bis 100 Euro für ein Geschenk veranschlagen. Das ist freilich eine Hausnummer – eine außergewöhnliche Gabe für 30 Euro kann womöglich besser ankommen als ein Besteckset, dessen Preis das dreifache beträgt.
Kreative Hochzeitsgeschenke müssen nicht teuer sein und erst recht nicht aufwendig in der Beschaffung. Bereits eine kleine Städtereise oder ein Kurztrip, vielleicht als Vorgeschmack auf die Flitterwochen, werden dem Paar in guter Erinnerung bleiben. Dabei sollten stets bekannte Vorlieben und Abneigungen der zu Beschenkenden erwogen oder, wenn unbekannt, auch in Erfahrung gebracht werden. So ist beispielsweise von einer Ballonfahrt abzuraten, wenn der Bräutigam unter Höhenangst leidet.
Auch individuelle, das Brautpaar thematisierende Hochzeitsgeschenke sind äußerst empfehlenswert. Zahlreiche Künstler etwa bieten ihr schöpferisches Können an, um ein einzigartiges Präsent zu kreieren. Die meisten dieser Angebote lassen sich via Suchmaschine leicht im Netz finden und reichen von Malereien, Grafiken und Fotoarbeiten bis hin zu Skulpturen oder gar individuellen Comics. Hier genügen zumeist Fotos des künftigen Ehepaares als Vorlage. Auch Wein- und Sektflaschen lassen sich mit persönlichen Etiketts versehen.
Auch beim Hochzeitstisch und damit vorgegebenen Wünschen des Brautpaars empfiehlt es sich, gestalterisch aktiv werden, zum Beispiel mit einer ausgefallenen Verpackung. Hier gilt es, zweierlei zu beachten. Zunächst sollten die eigenen Fähigkeiten nicht überschätzt werden und im Bedarfsfall Unterstützung gesucht werden, etwa bei nötigen handwerklichen Arbeiten. Darüber hinaus sollte Rücksprache mit anderen Gästen gehalten werden. Droht die geplante extraordinäre Verpackung, zu sehr hervorzustechen aus der Vielzahl anderer Präsente? Hat jemand anders dieselbe Idee? Wünscht sich das Paar ausschließlich Geldgeschenke, kann leicht auf einen Umschlag mit Karte verzichtet werden. Ausgefallene Formen zur Überreichung sind hier etwa der Eisblock mit den eingefrorenen Geldscheinen oder die Schatztruhe mit Sand oder Kieselsteinen, in der das Brautpaar nach Scheinen und Münzen „graben“ muss.
Wichtig ist also, über Interessen und Neigungen des Brautpaars informiert zu sein – diese Infos sollten freilich möglichst unauffällig eingeholt werden, wenn das Hochzeitsgeschenk als Überraschung vorgesehen ist. Nach Möglichkeit sollte mit anderen Hochzeitsgästen Rücksprache gehalten werden, um doppelte Präsente zu vermeiden. Und obwohl die Hochzeit ein ganz besonderer Anlass für alle Beteiligten ist, sollte niemand seine eigenen Möglichkeiten überschätzen, seien es die finanziellen oder auch die schöpferischen.
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